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Ökologische Pflege der städtischen Grünflächen

Bei einer Vorstandssitzung hat der Kreisverband Eichstätt der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) beschlossen, für die Stadt Eichstätt den Einstieg in die ökologische Straßen- und Wegerandpflege und die ökologische Pflege der städtischen Grünflächen zu beantragen.

Über die Frage „Wie können wir die Biodiversität ganz konkret vor Ort fördern“ machte sich der Kreisverband der ÖDP Gedanken. Andreas Herzner, 2. Kreisvorsitzender der ÖDP aus Nassenfels, ehemaliger Imker erklärte: „Ohne Wildbienen und andere wichtige Bestäubergruppen wie Schwebfliegen und Nachtfalter wäre unser Speiseplan viel eintöniger. Deren Bestäubungsleistung ist in der Stadt besonders wichtig: Die Straßen- und Wegränder sowie die städtischen Grünflächen stellen gerade hier eine nennenswert große Fläche dar (bei ansonsten vielen bebauten Flächen).“ In der folgenden Diskussion verwies Willi Reinbold, ÖDP Kreis- und Stadtrat auf das „Bamberger Biodiversitätsprojekt“, wo bereits seit 20 Jahren städtische Grünflächen genutzt würden, um die Biodiversität zugunsten der Insektenvielfalt zu verbessern. „Die ökologische Aufwertung von Straßen- und Wegerändern ist ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Insektenvielfalt. Jede Maßnahme, die den Insektenschwund verlangsamt, ist nicht nur für die Natur, sondern auch für uns Menschen enorm wichtig!“, so Willi Reinbold, Vorstandmitglied beim LBV (Landesbund für Vogelschutz) Eichstätt. Maria Lechner, ÖDP Stadträtin in Eichstätt ergänzte, dass andere Städte das Bamberger Biodiversitätsprojekt bereits umsetzen würden und die Regierung von Oberfranken dazu schon eine Broschüre herausgegeben habe. “Naturnahe Straßen- und Wegrandpflege verbindet auf ideale Weise Ökonomie und Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Artenschutz“, so Lechner. Daher wurde für Eichstätt die Erstellung einer städtischen Biodiversitäts-Strategie beantragt. Die Stadt Eichstätt soll damit ein Pflegekonzept zur Pflege öffentlicher Grünflächen, Straßen- und Wegränder erstellen.

„Artenschutz und Erhalt der Biodiversität sind wichtige Gemeinschaftsaufgaben, die im Kleinen vor Ort umgesetzt werden muss“, schloss der Kreisvorsitzende Klaus Loderer. „Wir wollen ein blühendes Eichstätt und insektenreiche Lebensräume schaffen!“ Das käme auch dem Tourismus zugute und werde weitere Kommunen dazu ermutigen, die Förderung der Artenvielfalt selbst in die Hand zu nehmen. Der bereits begonnene Weg soll dadurch strukturiert fortgesetzt werden.

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